Das von der Erde aus so günstig zu beobachtende System besteht nach den Berechnungen aus zwei recht kleinen, kühlen Sternen: einem K-Zwergstern von 69 und einem roten Zwerg von etwa 20 Prozent Sonnenmasse. Die beiden umkreisen auf einer ekzentrischen Bahn einen gemeinsamen Masseschwerpunkt und bedecken einander alle 41 Tage. Der Exoplanet, getauft "Kepler-16b", ist offenbar ein relativ dichter Gasplanet mit einem beachtlichen felsigen Kern; als "zirkumbinärer" Planet umläuft er die beiden Zentralgestirne in 229 Tagen. Sein Orbit um die Sonnen verläuft knapp außerhalb der habitablen Zone des Systems, also dürfte er eine lebensfeindlich kalte Welt sein, so die Forscher – womit sich der im Rahmen der Veröffentlichung kursierende Vergleich mit dem berühmten Wüstenplanet Tatooine und seiner Doppelsonne aus Star Wars rein wissenschaftlich verbietet. (jo)
Kepler
Exoplanet vor seinem Doppelstern ertappt
Das von der Erde aus so günstig zu beobachtende System besteht nach den Berechnungen aus zwei recht kleinen, kühlen Sternen: einem K-Zwergstern von 69 und einem roten Zwerg von etwa 20 Prozent Sonnenmasse. Die beiden umkreisen auf einer ekzentrischen Bahn einen gemeinsamen Masseschwerpunkt und bedecken einander alle 41 Tage. Der Exoplanet, getauft "Kepler-16b", ist offenbar ein relativ dichter Gasplanet mit einem beachtlichen felsigen Kern; als "zirkumbinärer" Planet umläuft er die beiden Zentralgestirne in 229 Tagen. Sein Orbit um die Sonnen verläuft knapp außerhalb der habitablen Zone des Systems, also dürfte er eine lebensfeindlich kalte Welt sein, so die Forscher – womit sich der im Rahmen der Veröffentlichung kursierende Vergleich mit dem berühmten Wüstenplanet Tatooine und seiner Doppelsonne aus Star Wars rein wissenschaftlich verbietet. (jo)





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